Die Beiträge der Studienkonferenz fanden ein interessiertes Publikum (Foto: Thomas Justen).

10.11.2017 12:26

Studienkonferenz: Amerikas neuer Weg

Vorträge und angeregte Diskussionen im Bonner Wissenschaftszentrum

Am 9. November 2016 wurde der Republikaner Donald Trump zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt. Bereits während des Wahlkampfs hat der Unternehmer die weltweite Öffentlichkeit so stark polarisiert, wie bisher noch kein Präsidentschaftsanwärter. Trumps Wahlsieg wurde nicht nur von seinen Anhängerinnen und Anhängern in den USA, sondern etwa auch von rechtspopulistischen Parteien und Strömungen in Europa gefeiert. Viele Menschen auf der ganzen Welt aber quittierten das Wahlergebnis mit tiefem Pessimismus.

Ein Jahr nach der Wahl in den USA hatte die SBB gemeinsam mit dem Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds ihre Stipendiatinnen und Stipendiaten dazu eingeladen, über die Bedeutung der Präsidentschaft Donald Trumps zu diskutieren. Fragestellungen der Studienkonferenz im Bonner Wissenschaftszentrum waren unter anderem: Welche Auswirkungen hat die Wahl von Donald Trump auf Amerika und die Welt? Welche Erwartungen sind erfüllt worden und wo haben sich Medien und Politik in der Bewertung des Wahlergebnisses geirrt? Welche Rolle spielen die Medien? Und welche Konsequenzen ziehen wir als politisch aktive, politisch interessierte oder sozial engagierte Menschen aus den Ereignissen? Wie können Brücken gebaut werden?

Die Vorträge und die Diskussionen waren interessant und durchaus kontrovers. In der von Stephanie Schmidt (ZDF) moderierten Fachtagung hielt Dr. Andrew Denison (Transatlantic Networks) eine Keynote-Speech, die zum Schluss einen optimistischen Ausblick auf die Zukunft der transatlantischen Beziehungen warf. In der anschließenden Diskussion gab es lebhafte Beteiligung der teilnehmenden Stipendiatinnen und Stipendiaten. Es folgten Vorträge von US-Generalkonsul Michael R. Keller zur amerikanischen und europäischen Handelspolitik sowie von Prof. Dr. Walter Ötsch zu Bildern und Denkformen des Rechtspopulismus.

Am Nachmittag bot ein stipendiatisches Thesenforum mit vier Stationen den Teilnehmenden Gelegenheit zur aktiven Beteiligung. Eine abschließende Podiumsdiskussion mit Steven Kuhn, Dr. Ilja Nothnagel, Alice Greschkow, Dr. Philipp Adorf und Nancy Isenson richtete den Blick in die Zukunft der transatlantischen Beziehungen.

Eine Besonderheit der Studienkonferenz 2017: Zum ersten Mal nahmen für die SBB Stipendiatinnen und Stipendiaten sowohl des Aufstiegsstipendiums als auch des Weiterbildungsstipendiums teil. Der Austausch untereinander war eine Bereicherung.