Über den Tellerrand: Gesellschaft und innovative Zukunftsperspektiven
Vielfalt in Einheit. Eine Zerreißprobe für die Europäische Union
Das Seminar richtet sich zunächst primär an Geförderte des Aufstiegsstipendiums.
Der Kalte Krieg endete 1989/90 vor allem durch den Freiheitsdrang der osteuropäischen Gesellschaften. Die Wende brachte jedoch nicht nur neue Freiheiten, sondern auch tiefgreifende Veränderungen und Unsicherheiten mit sich. Ehemals stabile Strukturen entwickelten sich zu Herausforderungen für die Europäische Union, was sich in Begriffen wie „Europa der zwei Geschwindigkeiten“ widerspiegelt. Hinter solchen Bezeichnungen stehen vielfältige politische und gesellschaftliche Interessen sowie Konflikte, etwa in Bezug auf Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Medienfreiheit und wirtschaftliches Handeln. Diese Spannungen verlaufen nicht nur zwischen den Mitgliedstaaten, sondern auch innerhalb einzelner Länder, weshalb einfache Ost-West-Erklärungen zu kurz greifen. Die Europäische Union steht somit vor der Aufgabe, unterschiedliche Interessen zu vereinen und gleichzeitig ihre Grundwerte zu schützen. Das Seminar greift diese Entwicklungen auf, analysiert ihre historischen Ursachen und untersucht, wie Einheit in Vielfalt gelingen kann.
Termin
07.-11.09.2026 Brüssel
In Kooperation mit der
Friedrich-Ebert-Stiftung und der
Hans-Böckler-Stiftung