Über den Tellerrand: Gesellschaft und innovative Zukunftsperspektiven
Kontroverse: Atomkraft - Fokus auf Tschechien und Deutschland
Das Seminar richtet sich zunächst primär an Geförderte des Aufstiegsstipendiums.
Die Notwendigkeit der Energiewende steht außer Frage. Jedoch wird gesellschaftlich diskutiert, wie die Transformation auf nationaler und europäischer Ebene gestaltet werden soll. Ein Thema, das dabei immer wieder in der Debatte auftaucht, ist die Atomenergie.
Während in Deutschland im Jahr 2023 die letzten drei Kernkraftwerke vom Netz gingen, wurde 2025 im Nachbarland Tschechien beschlossen, zwei neue Reaktorblöcke zu bauen. Das Land möchte seinen Anteil an Atomstrom von 40 auf 50 Prozent erhöhen und mehr Energieunabhängigkeit und Sicherheit gewinnen. Insgesamt betreiben rund 12 der 27 EU-Mitgliedsstaaten Kernkraftwerke.
In diesem Seminar wird der Fokus auf folgenden Bereichen liegen: Was sind Fakten zur Atomenergie? Welche Punkte sprechen für, welche gegen Kernenergie, auch im Vergleich zu den Erneuerbaren Energien? Wie kann die Energiewende funktionieren? Wie wird politisch und gesellschaftlich in Tschechien und Deutschland über das Thema diskutiert? Welche Akteur*innen spielen eine Rolle? Aus welchen Gründen ist die Atomenergie in Tschechien gesellschaftlich akzeptierter als in Deutschland? Diese und weitere Fragen werden während der Studienreise diskutiert.
Termin
09.-12.09.2026 Prag
Lisanne Blümel (HBS-Studienwerk) und das Auslandsbüro Prag der HBS
In Kooperation mit
der Heinrich-Böll-Stiftung