Physikpreis für den Stipendiaten Cihan Ayaz

Cihan Ayaz untersucht am Rechner Molekülmodelle

Der Stipendiat ist überzeugt: "In der Forschung bringt der Austausch mit anderen immer wieder neue Ideen." (Fotos: Nadine Lenz / Carasana)

Viele der Geförderten des Aufstiegsstipendiums schließen ihr Studium mit einem Spitzenergebnis ab. Der Stipendiat Cihan Ayaz ist unter den diesjährigen Preisträgern der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin. Bei einem Festakt am 11. Juli wird ihm der Preis übergeben. Den Studienpreis erhält er für seine Untersuchungen zur Dynamik organischer Moleküle, der Titel seiner Masterarbeit lautet „Non-Markovian Effects in Protein Folding“.

Die 1845 gegründete Physikalische Gesellschaft zu Berlin (PGzB) ist einer der ältesten wissenschaftlichen Vereine in Deutschland und zugleich Regionalverband der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG). Jährlich vergibt die PGzB einen Studienpreis für herausragende Abschlussarbeiten an den Berliner Universitäten.

Cihan Ayaz absolvierte nach dem Realschulabschluss eine Ausbildung zum Gebäudereiniger und arbeitete mehrere Jahre als Geselle. Dann entschloss er sich, das Abitur nachzuholen. Für zwei Jahre besuchte Cihan Ayaz das Kolleg Schöneberg und war beim Abitur schließlich Jahrgangsbester. Sein Lehrer für Mathematik und Physik erkannte das Potenzial des Schülers und ermutigte ihn zu einem Studium in einem der beiden Fächer. „Dieser Lehrer hat mir auch vom Aufstiegsstipendium erzählt und mir geraten, mich zu bewerben“, erinnert sich Ayaz.

So bewarb er sich um einen Studienplatz und gleichzeitig um das Stipendium für Berufserfahrene. Zu Beginn seines Physikstudiums an der Freien Universität Berlin erhielt Cihan Ayaz auch die Zusage zum Aufstiegsstipendium, die Finanzierung des Studiums war gesichert. Nach Bestnoten im Bachelorstudium bewarb sich er sich erfolgreich um eine Weiterförderung im Masterstudium – das Ergebnis ist der Studienpreis.