Valerie Dorschel

Die Kölnerin Valerie Dorschel schloss die Schule mit der Fachoberschulreife ab und erlernte den Beruf der Arzthelferin. In der Ausbildungsprüfung bei der Ärztekammer Nordrhein erreichte sie mit 92 Punkten ein "Sehr gut". Mit diesem Abschluss bewarb sich Valerie Dorschel erfolgreich um ein Weiterbildungsstipendium.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf besonders?

Der medizinische Grundgedanke in Verbindung mit Organisation und Patientenkontakt. Besonderes dann wenn der Arzt oder die Ärztin das Potenzial der Angestellten unterstützt und sie als gleichwertiges Teammitglied betrachtet. Denn nur in dieser Verbindung kann man als Arzthelferin eine gute Ansprechpartnerin für Patienten werden. Wir bauen das Vertrauen auf, wir sind für die Patienten der erste Kontakt mit der Arztpraxis. Wenn wir als Team gemeinsam eine Praxis gut organisieren, kann man in unserem Beruf die tollsten, lustigsten und spannendsten Tage haben.


Wie sind Sie auf das Weiterbildungsstipendium aufmerksam geworden?

Ich bin von der Ärztekammer angeschrieben worden. Das Infoschreiben hat mich sofort interessiert, da ich schon zu dem Zeitpunkt begonnen hatte mich weiterzubilden. Ich weiß wie wichtig es in unserem Beruf ist, sich zu entwickeln und somit ein wichtiges Standbein einer Praxis zu werden. Daher habe ich die Chance wahrgenommen.


Welche Weiterbildungsangebote haben Sie als Stipendiatin wahrgenommen?

Ich konnte erfolgreich an Lehrgängen aus unterschiedlichen Bereichen teilnehmen: Ernährungsberaterin beim TÜV (B-Lizenz), Ernährungsberaterin für Sportler, Dorn-Therapeutin, Medi-Taping, Streßbewältigung, Progressive Muskelentspannung, Massage, Cardiotrainerin, Nordic Walking Instructor, usw.


Wie konnten Sie die neuen Kenntnisse im Beruf bereits einsetzen?

Ich kann von meinen Fortbildungen am meisten die B-Lizenz sowie die Ernährungsberatung mit dem Schwerpunkt Schwangerschaft und Stillzeit gebrauchen. Wir als Praxis betreuen 260 Schwangere, die von Anfang an von mir begleitet werden. Ich bin somit ein ganz wichtiges Standbein der Praxis geworden. Ich habe durch meine ganzen Fortbildungen eine höhere Tarifstufe bekommen und bin in der Praxis die Erstkraft geworden. Ich kann und darf mein ganzes Wissen einsetzten, so habe ich Freude am Beruf. Meine Chefin vertraut mir in allen Dingen. Sie ist begeistert von meiner Wissbegierde und unterstützt mich darin, da sie so auch das Potenzial der Praxis erhöhen konnte und kann. Alles beruht auf gegenseitiger Wahrnehmung und Wertschätzung des anderen.


Was raten Sie jungen Berufsabsolventen und künftigen Stipendiaten?

Unserer Auszubildenden, die kurz vor der Abschlussprüfung steht, rate ich die Zeit für sich zu nutzen und viel Energie ins Lernen zu setzen. Denn mit guten Ergebnissen wird sie ihren Weg gehen können. Ich unterstütze sie in ihre Ausbildung sowie in ihrer persönlichen Weiterentwicklung, da ich es wichtig finde nie stehen zu bleiben. Unser Job kann uns so viel bieten, wenn wir nur daran glauben und etwas dafür tun. Vor allem können wir damit zeigen, dass wir nicht nur Versicherungskarten einlesen können, sondern viel mehr.

Ich hoffe, dass viele das Angebot des Stipendiums nutzen. Mich selbst hat das Stipendium dabei unterstützt, zu werden, was ich jetzt bin. Es war nicht immer eine einfache Zeit (viel Lernen, wenig Zeit), aber es war eine der wichtigsten in meiner beruflichen Laufbahn.



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