
- Melanie Gutsche
Melanie Gutsche
10 Jahre Weiterbildungsstipendien für die Gesundheitsfachberufe: Die SBB fragte Stipendiatinnen und Stipendiaten der ersten Stunde.
"Mittendrin statt nur dabei" ist das Motto von Melanie Gutsche. Die heute 34-jährige Gesundheits- und Krankenpflegerin wurde im Juli 1999 als erste Stipendiatin aus den Gesundheitsfachberufen aufgenommen. Durch die von der Begabtenförderung geförderte Weiterbildung zur Lehrerin für Pflegeberufe schaffte sie den Schritt von der Station im Krankenhaus in den Ausbildungsbereich an einer Pflegeschule. Neben der für sie spannenden Tätigkeit genießt sie hierbei die guten Möglichkeiten, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Hier erzählt Melanie Gutsche über Ihre Erfahrungen mit dem Weiterbildungsstipendium und ihren beruflichen Werdegang:
Welche Weiterbildungen haben Sie während Ihrer Stipendiatenzeit absolviert? In welchen Bereichen haben Sie nach der Förderzeit fort- und weitergebildet?
In der Stipendiatenzeit absolvierte ich eine dreijährige berufsbegleitende Weiterbildung zur Lehrerin für Pflegeberufe.
Nach der Förderzeit nahm ich an fachspezifischen Fortbildungen teil.
Seit März 2009 studiere ich an der FernUni Hagen Bildungswissenschaften.
Wie hat sich Ihre berufliche Tätigkeit seit 1999 verändert? Wie sieht Ihre aktuelle berufliche Tätigkeit aus? Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?
Bis ins Jahr 2001 arbeitete ich als Krankenschwester auf einer gerontopsychiatrischen Station der heutigen LWL Klinik Warstein.
Ab 2001 wurde ich als „Schulassistentin“ in die dortige Krankenpflegeschule versetzt. Mit meinem Weiterbildungsabschluss 2002 erfolgte die Übernahme als Lehrerin für Pflegeberufe. Durch die Zusammenlegung der Krankenpflegeschulen der LWL Kliniken Lippstadt und Warstein unterrichtete ich ab 2003 in der LWL Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe Lippstadt.
Im Juni 2009 wechselte ich den Fachbereich und bin seit dem am DRK Fachseminar für Altenpflege in Meschede tätig.
Wie bewerten Sie den Nutzen des Stipendiums aus heutiger Sicht (z.B. in Bezug auf Ihre Tätigkeit, Verantwortung, Gehalt, Zufriedenheit im Beruf)?
Durch die finanzielle Unterstützung während der Weiterbildung konnte ich - statt in Vollzeit - in Teilzeit arbeiten und mich so mehr auf die Weiterbildung konzentrieren.
Mit dem Wechsel vom Stationsalltag zum Ausbildungsalltag in der Krankenpflegeschule bekam ich „geregelte“ Arbeitszeiten: keinen Nachtdienst, keinen Spätdienst, keine Wochenenddienste. Es blieb mehr Zeit für mich und meine Familie.
Durch die Weiterbildung und bisherige praktische Tätigkeiten und Erfahrungen als Lehrerin für Pflegeberufe bin ich neugierig geworden. Ich möchte mein Wissen im Bereich der Erziehungswissenschaften/Pädagogik ausbauen, vertiefen und ggf. spezialisieren.
Was raten Sie zukünftigen Stipendiaten und jungen Berufsabsolventen?
Motivation und Willen treiben voran und trotzdem kommen zwischendurch Zeiten, in denen alles ein bisschen viel erscheint und man beginnt an sich selber zu zweifeln: „Kann ich das? Schaffe ich das?...“. Diese Episoden sind normal… und einfach weiter machen und durchhalten hilft und lohnt sich.
Welches Motto, welcher Slogan würden Sie für die SBB wählen?
Mittendrin statt nur dabei
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